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Pfarrei
Pfarrei St. Hippolytus

Ludwig Baur - sein Wirken in unserer Pfarrgemeinde

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Der Telgter Künstler Ludwig Baur war maßgeblich an der Ausgestaltung unserer Kirchen St. Laurentius in Horst Süd und Liebfrauen in Beckhausen beteiligt. Sein Leben und Wirken; Auszüge aus einer Broschüre aus Anlass einer Ausstellung im Telgter Heimatmuseum im Jahre 1990. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Museumsleiter Dr. Thomas Ostendorf

Am 26. August 1904 wurde Ludwig Baur im bayrischen Freising geboren. Er das mittlere von drei Kindern. Nach dem 1. Weltkrieg Abschluss der Realschule in Freising. Im Juli 1920 geht er nach München und absolviert dort von 1921-1923 eine Lehre im Betrieb des „Faß- und Dekorationsmalers“ Hans Schellinger und Konrad Schmer.

Nach der Ausbildung drängte es ihn nach selbstständiger, kreativer künstlerischer Tätigkeit. Die Eltern hatten Verständnis und unterstützten ihren Sohn ideell wie materiell.

1927 konnte er den ersten wichtigen beruflichen Erfolg für sich verbuchen. Er erhielt den Preis für ein von ihm entworfenes Altarbild für eine Kirche in Oppau.

Aufträge in Münster gaben den Ausschlag dafür, dass Baur seine Zelte in München abbrach und nach Münster übersiedelte. 1936 übersiedelte er nach Telgte.

Als gläubiger Katholik stand Baur dem Nationalsozialismus denkbar fern. Er blieb lange persönlich aber relativ unbehelligt.

Ein Bild „Liegender Christus“, welches Baur 1936 als Ausstellungsstück zum „Haus der Deutschen Kunst“ nach München schickte, ging an ihn zurück mit der Bemerkung, dies sei keine angemessene Darstellung für einen nationalsozialistischen Menschen. Baur hat sich davon nicht beirren lassen.

1939 lernte Baur Pia Greif kennen. Sie heirateten 1940 und bekamen 3 Kinder. Nach kurzer Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg kehrte er nach Telgte zurück; fand sein Atelier aber verwüstet vor. Viel Zeit, um Verlorenes zu trauern, gab es in der Folgezeit aber nicht. Die lebhafte Aufbautätigkeit der Nachkriegsjahre brachte Baur eine Fülle von Aufträgen. 1946 bis Mitte der 60iger Jahre sollten zu seiner produktivsten Lebensphase werden.                                   

St. Laurentius in Horst Süd

Auf der Suche nach einem Künstler für St. Laurentius kam man schließlich auf Ludwig Baur. Die Gemeinde, der Architekt und das Bistum waren von seinen Vorschlägen sehr angetan und der Auftrag zur künstlerischen Gestaltung der Laurentius-Kirche wurde Ludwig Baur erteilt. Von 1954 – 1959 wirkte er fortan in St. Laurentius und gestaltete den gesamten Chorraum, die Taufkapelle, die Fenster und vieles mehr.

Eine Anekdote: Um sich für seine Arbeit in Laurentius inspirieren zu lassen, fuhr L. Baur mit dem damaligen Kirchenvorstandsvorsitzenden – Robert Meigen – in die Zeche Nordstern ein. Nach diesem Besuch stand für L. Baur fest, dass er die Altarwand im Bereich des großen Mosaikes „ schwarz „ gestalten wird. Schwarz wie die Kohle und somit ein Bezug zu den Menschen.

Nach Laurentius führte ihn 1962 ein Auftrag nach Jerusalem. Das Hauptgewicht seines Schaffens lag nun in der Gestaltung von Kirchenfenstern.

Nach dem II. Vaticanum (1962-1965) wurde die Umgestaltung von Altarräumen gemäß den Richtlinien der Liturgiereform ein wichtiges Aufgabengebiet. So kam er wieder nach St. Laurentius und wirkte bei der Umgestaltung des Chorraumes mit, entwarf den neuen Altar, einen bronzenen Tabernakel und ein Ambo aus Travertin mit der Verkündigungsszene.

Auch im Haus Marienfried wirkte er und entwarf 3 gewebte Teppiche mit Sonne, Anker und Traube. Die Teppiche hingen in der Eingangshalle.

Die wichtigste Quelle und Inspiration für Baurs Werk ist sicher seine tiefe Religiosität, seine feste Verwurzelung im christlichen Glauben und seine Nähe zum biblischen Wort gewesen.

Liebfrauen in Beckhausen (Auszüge aus der Festschrift 100 Jahre der Pfarrgemeinde)

Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Ludwig Baur, Telgte, erhielt die Liebfrauen-kirche von 1971 – 1975 in drei Abschnitten eine neue Innenausstattung. Der neue, von Ludwig Baur geschaffene Altar hat als Unterbau einen Quader aus römischem Travertin. Baur und Otto Breuing gestalteten den Tabernakel, der im Bereich der Altarwand angebracht wurde. Ihn umgibt das von ihm gestaltete große Mosaik der Altarwand, dessen Thema Jesu Worte sind: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. In der Totenkapelle wurde Ludwig Baur zur Ehre eine Gedenktafel angebracht.

1974, wenige Monate nach dem 70. Geburtstag, verlieh der Bischof von Münster Ludwig Baur die Paulus-Plakette für besondere Verdienste.  Auch in diesem Alter, in dem andere sich längst zur Ruhe gesetzt haben, war er noch ein vielbeschäftigter Künstler. Eine Krankheit fesselte ihn alsbald an den Rollstuhl. Er gab aber nicht auf, arbeitete trotzdem weiter. Als er eigenhändig die Kartons nicht mehr zeichnen konnte, taten es seine Schüler nach seinen Vorgaben und Beschreibungen.

Am 8. September 1977 starb er im Alter von 73 Jahren im Sendenhorster Josef-Stift, das er selbst mit vielen Kunstwerken ausgestattet und wohnlich gemacht hatte.

 

 

Kein Raum für Missbrauch - Kinder und Jugendliche schützen

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Start der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“

Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung fordert besseren Schutz vor sexueller Gewalt für 14 Millionen Kinder und Jugendliche in über 200.000 Einrichtungen. Ziel ist ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexuellen Missbrauch. Regisseur Dani Levy stellt Kampagnenspots vor.

Berlin, 10.01.2013. Mit der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ werden Eltern und Fachkräfte in Kitas, Schulen, Sportvereinen, Kirchengemeinden oder Kliniken aufgefordert, den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zu verbessern. „Missbrauch findet nicht zufällig oder aus Versehen statt, Täter und Täterinnen handeln mit hoher krimineller Energie, ausgefeilten Strategien und oftmals im Schatten weit verbreiteter Ahnungslosigkeit“, sagte der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig. Eltern und alle, die beruflich und in ihrer Freizeit mit Kindern arbeiten, sollen durch die Kampagne ermutigt werden, in Einrichtungen und Institutionen das Thema offen anzusprechen und Schutzkonzepte einzufordern. „Missbrauch findet insbesondere dort statt, wo darüber geschwiegen wird. Schutzkonzepte schränken die Spielräume der Täter und Täterinnen ein und müssen ein wichtiges Qualitätsmerkmal für alle Einrichtungen werden“, so Rörig. „Wo Schutzkonzepte konsequent angewendet werden, können auch Mädchen und Jungen, die Missbrauch in der Familie oder im sozialen Umfeld erfahren, kompetente Vertrauenspersonen und Hilfen finden.“

Informationen zu Schutzkonzepten und was sie beinhalten sollten, stehen auf der Website www.kein-raum-fuer-missbrauch.de zum Download zur Verfügung. Eltern und Fachkräfte finden hier Informationsblätter, in denen sie erfahren, was sie im Verdachtsfall tun können oder wie sie mit Kindern über das Thema sprechen können.

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Hirtenwort unseres Bischofs zum Dialog-Prozess

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Zum Anfang des Jahres 2013 hat unser Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck ein Hirtenwort verfasst, dass an diesem Sonntag, 13.01.2013 (Taufe des Herrn) in allen Kirchen verlesen wurde.

Hier geht der Bischof einmal auf die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des "Dialog-Prozesses" ein, die im letzten Jahr stattgefunden haben. Er legt dar, wie er sich die weitere Zusammenarbeit aller Getauften und Gefirmten vorstellt.

Wenn sie das Hirtenwort nachlesen möchten, dann können Sie dies hier tun:

Hirtenwort zum 1. Januar 2013

 

Das Projekt "KIKI"

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Ein Blick vor die Haustür genügt

Das Projekt „KiKi“ kämpft gegen Kinderarmut in Gelsenkirchen. Dass die Bilder der Armut aus Afrika schlimm sind, steht außer Frage. Dass wir in Deutschland unseren Teil dazu beitragen können, diese zu bekämpfen, ebenso. Dass die Deutschen – besonders im Ruhrgebiet – aber unmittelbar davon betroffen sind, ist ein relativ junges Phänomen.

Doch ein Blick vor die eigene Haustür genügt. Gerade in GE nimmt die Armut rapide zu. Die Aktion „Kirche für Kinder in Gelsenkirchen“ – kurz „KiKi“ – hat das erkannt. Und sie will etwas dagegen tun.

In einem Interview mit dem Magazin „Spiegel“ äußerte sich auch Gelsenkirchens OB Frank Baranowski...

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Kinderchor - Wechsel in der Chorleitung

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Martin Berghane löst Gregor Schemberg als musikalischer Leiter unseres Kinderchores ab

Interview mit dem scheidenden Chorleiter Gregor Schemberg

Wer beim Weihnachtskonzert am 06. Januar 2013 in unserer Pfarrkirche St. Hippolytus dabei war, konnte es sehen: vorne am Dirigenten-Pult standen bei Vorträgen unseres Kinderchores zwei verschiedene Dirigenten: Gregor Schemberg und Martin Berghane.

Nicht ohne Grund! Denn in der musikalischen Leitung unseres Kinderchores hat sich ein Wechsel vollzogen.

Ab Mitte Januar 2013 übernimmt Martin Berghane (19) die musikalische Leitung unseres Kinderchores und löst damit den langjährigen Leiter Gregor Schemberg (37) ab.

Wir haben ein Interview mit Gregor Schemberg geführt, das uns einen kleinen Einblick über seine bisherige Arbeit gibt und auch deutlich macht, warum er die musikalische Leitung in andere Hände gibt.

Gregor Schemberg (c) privat 2013www.hippolytus.de: Gregor, zum Beginn dieses neuen Jahres gibst du die musikalische Leitung des Kinderchores ab. Du hast mit diesem Kinderchor ein neues Projekt in unserer Pfarrei nach der Pfarrei-Neugründung gestartet. Wie kam es dazu?

Gregor Schemberg: Ich habe den Kinderchor St. Hippolytus im April 2008 auf Anregung des damaligen Pfarrers Rüsing gegründet, da die Kinderchorarbeit zu diesem Zeitpunkt in allen Gemeinden der neuen Pfarrei ziemlich daniederlag. Damals hat sich dann auch direkt Claudia Gorgievski aus dem Kindergarten St. Marien angeschlossen, die auf der Suche nach musikalischen Anregungen war und in den zurückliegenden Jahren zu einer unschätzbaren Hilfe bei der Betreuung der Kinder geworden ist. Sie wird erfreulicherweise auch weiterhin den Kinderchor begleiten.

www.hippolytus.de: Was waren deine Schwerpunkte in diesen knapp fünf Jahren?

Gregor Schemberg: Wir haben schwerpunktmäßig Neues Geistliches Liedgut (NGL) geprobt, das dann auch in den wirklich sehr zahlreichen Gottesdiensten, die der Kinderchor mitzugestalten hatte, eingesetzt werden konnte.
Wir haben die Zahl der Gottesdienste pro Halbjahr im neuen Halbjahr aber etwas reduzieren müssen. So hatten wir vor Weihnachten 2012 fünf Auftritte in vier Wochen. Das war wirklich viel, gerade auch für die Kinder.

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