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St. Laurentius > Aktuelles > Alles hat seine Zeit ….. !

Alles hat seine Zeit ….. !

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Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung…….

Viele Besucher der Abschiedsmesse der Laurentius-Kirche gingen diesen oder ähnlichen Gedanken während der Messe nach. Zum einen verstanden sie die notwendigen Veränderungen, auf der anderen Seite stellte sich oft die Frage, warum Laurentius, warum meine Heimatkirche ……?

Ja, es war ein besonderer Gottesdienst, der erstmalig und einmalig im Leben eines wohl jeden Anwesenden war. An diesem Tag waren keine offiziellen Statements gefragt …… hier war jeder – trotz der vollen Kirche – auch einmal für sich.

Mit einfühlsamen Worten sprachen Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Pfarrer Pingel vielen aus dem Herzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu dieser einmaligen Stimmung trugen auch das Vokalensemble und der Jugendchor St. Laurentius bei. Die Lieder waren von Chorleiter Gregor Schemberg dem Anlass entsprechend mit Bedacht gewählt. Spätestens bei dem Lied: „Ich traue auf Dich ……“ mussten die ersten Taschentücher hervorgeholt werden.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Kommunion wurden die ersten Kerzen gelöscht. Alles wurde wahrgenommen. Nur noch ein paar Minuten. Eine Kerze wollte nicht ausgehen. Der Küster benötigte 4 Anläufe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie bereits bei mehreren Heiligen Messen in diesem Jahr beobachtet, schien plötzlich die Sonne durch das Altarfenster und durch das große Fenster „Endgericht“ an der Orgelbühne. Der Kirchenraum hüllte sich, und dies in Verbindung mit dem Rauch der gelöschten Kerzen und dem Weihrauch, in ein besonderes mystisches Licht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen Ende des Gottesdienstes holten der Bischof und Pfarrer Pingel das Allerheiligste und das Ewige Licht vom Tabernakel auf den Altar und sprachen mit der Gemeinde das Abschlussgebet.

Letztmalig wurde das „Großer Gott, wir loben Dich“ angestimmt; die Altarkerzen und das Ewige Licht wurden gelöscht. Dann verstummte die Orgel. 113 Jahre Kirchengeschichte waren beendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begleitet von allen Priestern, den Messdienern und den Fahnenabordnungen wurde das Allerheiligste in das Haus Marienfried getragen. Dort wurde man bereits von einigen Heimbewohnern erwartet. Nach einer kurzen Zeremonie und einem schönen Gruppenbild mit allen Beteiligten ging es zurück in den Gemeindesaal.

Dort angekommen, schüttelte der Bischof viele Dutzend Hände und hatte für die Sorgen und Nöte viele tröstende Worte parat.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Freundeskreis St. Laurentius und die Teilprojektgruppe Laurentius hatten die Gesamtorganisation für die Begegnung im Gemeindesaal übernommen. Für das leibliche Wohl wurde im Theresienheim eine Suppe und später selbstgebackenen Kuchen gereicht.

In der Klause war nochmals die Dokumentation über die Kunst- und Kirchengeschichte von Laurentius zu sehen. Sie wird demnächst in Buchform zum Preis von 52,00 € zu erhalten sein. Vorbestellungen wurden bereits entgegen genommen.

Ein Memoryspiel über die Kunstgegenstände unserer Kirche und ein Puzzle der Außenansicht fanden ebenfalls guten Absatz. Ebenso Postkarten und Tassen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Saal war noch lange mit vielen, besonders – alten “Laurentianern„ gefüllt. Viele kamen nur für diesen Tag nochmals in den Horster Süden, sprachen mit alten Freunden über ihre Erlebnisse und über das Thema: Wie geht es nun hier weiter …………. ! Alle waren dankbar, in dieser Form von ihrer Kirche Abschied nehmen zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen 16 Uhr wurden der Saal, das Theresienheim und die Klause wieder aufgeräumt. Beim anschließenden „gemütlichen Beisammensein“ der noch verbliebenen ca. 20 Helfer wurde der bewegte Tag nochmals reflektiert.

Ruhig wurde es wieder, als das Thema “ Wie geht es weiter …..“ angesprochen wurde. Laurentianer wären nicht Laurentianer, wenn nicht schon viele Ideen geäußert worden wären.

Fazit:

Der heutige Tag hat alle weiter zusammengeschweißt. Ohne Ausnahme ist der Wille da, weiterhin kreativ für Laurentius zu arbeiten. Entsprechende Treffen wurden vereinbart.

Für alle war es noch einmal wichtig:

Der Tag schloss mit einem Gruppenbild in der Laurentius Kirche vor dem geöffneten Tabernakel.

 

Fotos: © by Martin Jahnel