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Geheimzeichen Fisch

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Liebe Leserinnen und Leser,

bb, gn, kb, mmn und wayne* – Ihnen vielleicht unbekannte Abkürzungen? - in der Welt der Kurznachrichten aber durchaus bekannt.

Auch die Kommunionkinder unserer Pfarrei, die in diesem Monat zum ersten Mal das Sakrament der Erstkommunion empfangen, wurden in der Vorbereitungszeit von einem Geheimzeichen begleitet – dem Fisch. Dieses christliche Symbol ist neben „Felix an Bord“ und „Marie on Tour“ eines der beliebtesten Aufkleber auf den Autos in unseren Straßen. Doch wo liegt die Basis dieser Beliebtheit? Zunächst einmal ist die biblische Geschichte vom wunderbaren Fischfang, die mit der Berufung der Jünger zu Menschenfischer endet, die Grundlage des Symbols.

Weiterhin ist die spannende Geschichte des Urchristentums überliefert, als die ersten Christinnen und Christen im Untergrund lebten. Es wird angenommen, dass die Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, den Fisch als Geheimzeichen verwendeten, um sich einander als gläubige Christen zu erkennen zu geben. Trafen sich zwei Christen, so zeichnete der erste eine gekrümmte Linie auf den Boden, die die zweite Person durch die Ergänzung des Gegenbogens vervollständigte.

Dann gibt es einen dritten Aspekt, der auf die Besonderheit des Wortes „Fisch“ schaut. Denn aus den Buchstaben der griechischen Übersetzung „ICHTHYS“ lässt sich ein Glaubensbekenntnis ableiten: I = (J) = Jesus; X = (CH) =Christus;  = (TH) = Theos = Gottes;  = (Y) = Hyios = Sohn;  = (S) = Soter = Erlöser Das heißt so viel wie: Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt.

Spannend ist jetzt die Frage, warum es Christinnen und Christen leichter fällt, sich mit einem Fisch-Symbol öffentlich als Christ zu erkennen zu geben, als mit dem bekanntesten Symbol – dem Kreuz? Vielleicht hat dies mit dem Aspekt des „Insiderwissens“ zu tun, wie auch die Abkürzungen aus der Welt der Kurznachrichten nur einem Teil der Menschen verständlich ist.

Mein Auto ziert jedenfalls ein solcher Fisch und für mich ist es schon ein paar Mal ganz spannend gewesen, dass mich fremde Menschen darauf ansprachen und so mit mir ins Gespräch über den christlichen Glauben kamen. Wenn Sie einmal Lust haben, sprechen doch auch Sie „Fischbesitzer“ an.

Es grüßt Sie Barbara Strack