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Großes „Dvorak“ Konzert - gewaltig - einmalig

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Kenner und Insider wissen es schon lange ……. in der Pfarrgemeinde St. Hippolytus wird generationsübergreifend „große“ Musik gemacht.

Kirchenmusiker Wolfgang Wilger hatte schon lange die Idee, die Dvorak`s Messe in D Dur aufzuführen. Und als „kleines“ Schmankerl hinterher noch das TeDeum vom gleichen Komponisten. Dazu sollte ein großes Orchester spielen.

Zunächst begeisterte W. Wilger den Förderverein „Musik“ für dieses Projekt. Es wurde überlegt, gerechnet und so fiel Anfang 2016 die Entscheidung, diese große Herausforderung mit dem JungenChor Beckhausen und dem Pfarreichor anzugehen. Anlässe gab es auch, denn der Junge Chor feiert in diesem Jahr sein 30jähriges und die Pfarrgemeinde ihr 10jähriges Bestehen.

Die Proben begannen zunächst getrennt in den einzelnen Chorgemeinschaften. Später ging man zu Frauen- und Männereinzelproben über. Zu Übungszwecken hatte Wolfgang Wilger die einzelnen Stimmen auf CD’s aufgenommen. So konnte jeder im Auto, zu Hause, im Urlaub und in der Badewanne Dvorak in seiner Stimmlage hören. ……einige Nachbarn auch.

Die heiße Phase begann im Sommer dieses Jahres. Jeder merkte langsam, dass ihm die Musik in Fleisch und Blut überging und der Ehrgeiz, nicht mehr in eine Pause zu singen, wurde gewaltig….. von anderen Lauten ganz zu schweigen.

An einem Chorwochenende Ende September wurde noch einmal gefeilt und kleine Unebenheiten in der Betonung begradigt.

Schöner Nebeneffekt war, dass beide Chöre sich auch menschlich näher kamen. Aus einem nAbend wurde ein Hallo, wie geht’s schön geübt?

Dann kam die letzte Woche vor dem Auftritt. Chorleiter Wolfgang’s Gesicht entspannte sich langsam; hatte er sich und die Chöre musikalisch gut vorbereitet. Jetzt kamen für ihn und den Förderverein die vielen kleinen Dinge, an die man jetzt noch denken musste.

Der spannendste Tag wurde der Tag der Generalprobe, musste doch hier Orchester (Sinfonieorchester NRW), die Solisten und die Chöre musikalisch zusammengeführt werden. Und es wurde eine gute Probe, eine klassische Generalprobe eben……..

Der große Tag war nun da. Jeder bereitete sich in seiner eigenen Art vor.

Pfarrer Pingel begrüßte die Konzertbesucher und wies in seinen Eingangsworten darauf hin, dass besonders die Musik eng mit dem Glauben und seiner Ausübung verbunden ist.

Pünktlich um 17 Uhr waren alle bereit und Dirigent und Chorleiter W. Wilger sowie die Solisten betraten unter dem Beifall der Zuhörer den Kirchenraum.

Die ersten Töne des Kyrie erklangen und die Musik erfüllte fortan den Raum dieser großen Kirche. Bedächtig hörten die Zuhörer dem „Herr, erbarme Dich …. „ zu und erlebten anschließend das kraftvolle „Gloria“ mit all seinen Feinheiten und Ausdrucksformen. Spätestens jetzt – nach den ersten Aufregungen - genossen auch die Sängerinnen und Sänger die Musik, die sie solange durch ihren Alltag begleitet hatte.

Es folgte das überaus melodiöse Credo und das kraftvolle Sanctus. Im Benedictus überwogen die leisen Töne. Solisten und Chöre glänzten dabei in ihrem musikalischen Wechselspiel der Töne.

Das Agnus Dei (Lamm Gottes) war anschließend der harmonische und mit weichen Klängen geformte Abschluss der Messe von Antonin Dvorak.

Als die letzten Töne dieses ersten Teils des Konzertes verklungen waren, war es spätestens jetzt allen Besuchern klar, Teil eines besonderen Momentes in der Musik zu sein.

Aus den Gedanken gerissen, erklang dann das kraftvolle – von Pauken und Hörnern - begleitete Te Deum zum Lobe Gottes. Hier zeigten besonders die Chöre mit Ihrem Chorleiter, wie hervorragend sie aufeinander abgestimmt waren. Kraftvolle Einsätze, der Gesang der Solisten, die vielen leisen Harmonien und zum Schluss das gewaltige Alleluja wurde zu einem besonderen Klangerlebnis……. mit Nachhall…..

Die anschließende äußerst kurze Stille in der Kirche war der Beginn eines riesigen Applauses der Besucher, der nach einigen Minuten in eine Zugabe mündete. Die Noten waren schon weggelegt und…….. es ging auch ohne ……

Viele Besucher ließen es sich anschließend nicht nehmen, den Akteuren auch persönlich zu danken.

In gelöster Stimmung trafen sich anschließend Musiker und die Chöre im Pfarrsaal und ließen so diesen besonderen Moment in ihrem musikalischen Leben ausklingen.

Der Erfolg hatte einen Namen: Wolfgang Wilger

 

 

 

 

© Fotos by M. Jahnel