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Flüchtlinge


Fahrräder gesucht

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Danke, danke, danke!

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Nach über einem Jahr intensiver Flüchtlingsarbeit des interkulturellen Arbeitskreises muss auch einmal den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gedankt werden.

Mit hohem persönlichem Engagement begleiten und betreuen Sie viele der über 400 Flüchtlinge in unseren Stadtteilen Horst, Beckhausen und Sutum. Danken müssen wir auch den vielen Unterstützern und Spendern. Ohne Ihre Hilfe hätten wir niemals vollständige Küchen, Sofagarnituren, Sitzecken und Wohnzimmerschränke, ganze Schlafzimmer und sonstige Wohnungsausstattungen zusammenbekommen. Danke auch all den Spendern für die Fernseher, Waschmaschinen, Mikrowellen, Essbestecke, Geschirr, Fahrräder, Kinderwagen, Spielzeug, Kinderkleidung und Babynahrung.

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Flüchtlinge in Horst

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Die aktuelle Situation des interreligiösen Arbeitskreis Flüchtlinge Horst/Beckhausen/Sutum:

Neben den Familien und Einzelpersonen die in Wohnungen in unserem Stadtteilen wohnen, sind weitere Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften an der Sutumerfeldstr. untergebracht. Der Arbeitskreis verfolgt das Ziel, die uns gemeldeten Familien jeweils einen Lotsen/-in zur Seite zu stellen. Diese Lotsen betreuen die Familien vom Einzug in Ihre zugewiesen Wohnung bis hin zu den alltäglichen Dingen des Lebens, wie Antragstellung bei Behörden, Einkaufshilfe, Arztbesuch, Beschaffung von Möbel und Haushaltsgegenständen … Dabei werden die Losten von allen Mistreitern des Arbeitskreis unterstützt und bei Ihrer Arbeit nicht alleine gelassen.

In Kooperation mit der Gesamtschule Horst, bieten wir jeweils Dienstags und Donnerstag für zwei Gruppen qualifizierten Sprachunterricht in den Räumen der Gesamtschule an, der von ausgebildeten Lehren/Lehrerinnen ( 2.Staatsexamen ) durchgeführt wird. Zusätzlich ist zeitgleich eine Betreuung von Kindern und Jugendliche durch Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule sichergestellt. Ein weiterer qualifizierten Sprachunterricht ( 2.Staatsexamen ) findet jeweils Donnerstag von 14:30 – 16:30 im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Beckhausen statt.

Mit “HALLO & MARHABA” bieten wir in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde, Marienfriedstr. 40, immer mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr eine Begegnungsstätte für geflüchtete Menschen an: Menschen aus der Gemeinde sind da zum Deutsch üben und lernen, miteinander spielen, einander kennenlernen… und das alles bei Kaffee, Tee und leckerem Kuchen. Nähkurs für Flüchtlinge findet jeweils Mittwoch von 9:00 – 12:00 im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Horst statt.

Das Flüchtlingscafé „Vielfältig“ betreibt der Arbeitskreis jeden Freitag von 15 – 18 Uhr in Kooperation mit der Gelsenkirchener Tafel e.V., in der Horster Nachbarschaftstafel, Horst-Gladbecker Str. 5. Hier besteht in einer ungezwungenen Atmosphäre, bei Kaffee und Kuchen, die Möglichkeit einander kennenzulernen, zu spielen und zu sprechen.

Beratungsgespräche für Flüchtlinge werden zu den Öffnungszeiten des Café „Vielfältig“ angeboten.

Lauftreff – findet statt ab dem 15.03.2015 von 14:30 – 15:30. Treffpunkt ist die Gemeinschaftsunterkunft in der Sutumerfeldstr.

Zur Zeit entwickeln wir ein Kultur- und Freizeitprogramm, mit dem wir den Flüchtlingen die Integration erleichtern möchten. Dazu gehören u.a. Spaziergänge durch den Stadtteil und Nordsternpark, Besuch des Musiktheater, Besichtigung Schloß Horst, Teilnahme am Training der Sportvereine, PiP – Picknick im Park …

Mitglieder des interreligiösen Arbeitskreises sind die Ev. Kirchengemeinden Horst und Beckhausen, die Freie Ev. Gemeinde Gelsenkirchen-Horst, die Moscheegemeinde an der Industriestr. sowie die Kath. Kirchengemeinde St. Hippolytus.

In unserem Netzwerk sind eingebunden: Das Diakoniewerk, der Caritasverband Gelsenkirchen, die AWO, der Paritätische, die Task Force, An-GE-kommen, die Stadt Gelsenkirchen, Sportvereine und ganz viele ehrenamtliche Personen.

Hilfe, … können wir gut gebrauchen. Sei es mit einem gebackenen Kuchen für das Café oder mit gebrauchten Möbel, Haushaltsgegenständen und Fahrrädern. Gern auch mit Ihrem ganz persönlichen Einsatz, als Lotsen/-in, Lehrer/-in, Mithilfe im Flüchtlingscafé „Vielfältig“ oder bei “HALLO & MARHABA”, als Organisator von einzelnen Freizeitaktivitäten oder mit einer eigenen Idee.

Sie möchten mehr erfahren und mithelfen? Sie sind herzliche willkommen! Kontakt über das Pfarrbüro in St. Hippolytus. Tel.: 0209/55522 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Stand: 18.02.2016

 

Wir suchen dringend Hilfe!

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Wir suchen dringend Hilfe für die Begleitung von Flüchtlingsfamilien. Gesucht werden Lotsen/-in die Flüchtlingsfamilien im Alltagsleben begleiten.

Flüchtlingslotsen helfen bei der Integration - Das kann auf vielfältige Weise geschehen. Lotsen begleiten die angekommenen Menschen beispielsweise bei Behördengängen oder Arztbesuchen, zeigen ihnen bei Spaziergängen die Umgebung, zeigen wo der nächste Supermarkt ist und kümmern sich nach erfolgter dezentraler Unterbringung der Menschen ggf. auch um die Beschaffung von Kleidungs- und Sachspenden aus den Sammelstellen.

Oberstes Ziel der Angebote ist es, Flüchtlinge bzw. Flüchtlingsfamilien zu stärken und zu befähigen, ihr Leben in Zukunft selbstbestimmt und allein gestalten zu können.

Kontakt über das Pfarrbüro in St. Hippolytus. Tel.: 0209/55522 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Beachten Sie auch die Artikel auf der neuen Seite Flüchtlinge auf dieser homepage (oben rechts in der Kopfzeile).

 

Aktive Flüchtlingshilfe in Karnap

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In Karnap schlugen die Wogen hoch, als in der Öffentlichkeit bekannt wurde, dass im Mathias-Stinnes-Stadion an der Arenbergstraße 700 Plätze für Flüchtlinge in einem Zeltdorf geschaffen werden sollen. Schon während im Stadion Bauarbeiten begannen, bildete sich in Karnap der Runde Tisch – Flüchtlingshilfe. Vertreter der verschiedensten Vereine, Kirchengemeinden und Parteien sowie Interessierte aus Karnap trafen sich, um sich auszutauschen und Hilfe für die Flüchtlinge im Karnaper Zeltdorf zu organisieren.

Der Tenor der ersten Treffen des Runden Tisches (© der Bilder) war schnell deutlich:

Die Absicht der Stadt Essen 700 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, Volksgruppen, Religionen und damit auch verschiedenster Sprachen auf so engem Raum für längere Zeit unterzubringen, führte zu hoher Besorgnis für die Flüchtlinge als auch für die Karnaper. Allerdings waren sich die Mitglieder des Runden Tisches ebenso sofort einig mit dieser Besorgnis proaktiv umzugehen. Ein Moderatorenteam fand sich zusammen: A. Bremicker (Pastorin der evang. Gemeinde Karnap), H. Tschüter (ehem. Leiterin der Hauptschule Karnap,), B. Hiegemann (Vorsitzender des GR der kath. Gemeinde Laurentius/Marien) und M. Schwamborn (Vorsitzender Mietervereinigung Karnap-West).

Der Runde Tisch gründete als nächsten Schritt, um differenzierter arbeiten zu können sechs verschiedene Arbeitsgruppen:

  • AG Orientierung im Stadtteil
  • AG Kleiderkammer
  • AG Sprache (Deutschunterricht/Dolmetscherhilfen/Hilfen bei Behördenbesuchen)
  • AG Freizeitangebote
  • AG Sportangebote
  • AG Begrüßungsfest

Als erste Aktion des Runden Tisches sollt in der Folge ein Begrüßungsfest stattfinden, welches aber zunächst nochmals verschoben werden musste da auch die Belegung des Karnaper Zeltdorfes sich noch später in das Jahr verschob. Erst Ende November ging es los und täglich trafen neue Flüchtlinge ein. Die meisten aus Syrien, Irak und Afghanistan aber auch aus Iran, Pakistan, Bangladesch und Eritrea. Anfang Dezember wurde die Zahl der angekommenen Flüchtlinge angeben mit 274 Personen, davon 83 Kinder und Jugendliche. 43 Kinder davon noch nicht im Grundschulalter. Gleichzeitig ließ die Stadtverwaltung Essen mitteilen, dass nur eine Belegung bis zu 400 Personen für das Zeltdorf vorgesehen ist.

Am 12.12.2015 konnte dann auch des Begrüßungsfest des Runden Tisches stattfinden. Ziel des Nachmittags war, die Flüchtlinge in Karnap willkommen zu heißen und verschiedene Angebote im Stadtteil aufzuzeigen. Denn das größte Problem im Zeltdorf ist die fehlende Beschäftigung. Wir wurden sowohl von den Verantwortlichen als auch den Flüchtlingen sehr freundlich empfangen. Ein großes Kuchenbüffet wurde aufgebaut und nach dem Eindecken der Tische mit Obst und Nüssen, ging es auch gleich los. Das Zelt war in kürzester Zeit bis auf den letzten Platz gefüllt. Begrüßt wurde mit einer Ansprache auf Deutsch und einer auf Arabisch, hinterher gab’s ein buntes Bühnenprogramm für die Asylsuchenden. In recht kurzer Zeit haben die sechs Arbeitsgruppen des Runden Tisches mit der Hilfe anderer Stadtteilakteure einiges auf die Beine gestellt.

Die Gruppe ‚Orientierung im Stadtteil‘ organisierte eine Begehung Karnaps, unter anderem werden Ärzte, Parks und Einkaufsmöglichkeiten besucht. Die Gruppe Freizeitgestaltung stellte ihre Ideen vor. Auf dem Plan stehen beispielsweise Veranstaltungen im Bürgerpark oder im Unperfekthaus, Bastel-, Strick- und Nähangebote, Spielgelegenheiten auf dem Hof der Maria-Kunigunda-Schule oder Besuche der Hallenpartien der Assindia Cardinals. Längst ein Intergrationsstandard sind Sportangebote, TV Karnap und FC Karnap laden zu Turnen, Aikido und Fußball ein. Schließlich bieten Ehrenamtliche des Runden Tisches auch Sprachkurse an. Das Wochenprogramm wird sich in Kürze noch herauskristallisieren.

Bei der persönlichen Begegnung mit den Flüchtlingen wurde das größte Problem schnell offensichtlich. Es sind nicht die Enge, die eher einfache Unterbringung oder die ungewohnte fremde Ernährung. Die große Ungewissheit, wie es mit ihnen weitergehen soll, belastet die Flüchtlinge mit Abstand am meisten. Viele der Erwachsenen erklären auch, dass sie für ihre Kinder geflohen sind, um ihnen Bildung und eine Zukunft erarbeiten zu können. Dies sei zu Hause nicht möglich. Dann fällt ihnen ein, das Zuhause gibt es nicht mehr.

Viele Gedanken, die uns vom Runden Tisch tief berührten und auf jeden Fall darin bestärken weiter zu tun, was uns möglich ist.

In diesem Jahr trifft sich der Runde Tisch Karnap regelmäßig, jeweils am ersten Dienstag des Monats, in der evangelischen Kirche in der Hattramstraße. Startschuss war also der 5. Januar, das nächste Treffen ist am 2. Februar. Geplant sind die Sitzungen von 20 bis 21.30 Uhr: „Jeder kann mitmachen!“